Liebe Aktive, Freundinnen und Freunde des BUND Ortsverbands,
Dieses Jahr ist es nasser als sonst - das freut viele Lebewesen: In meinem Garten sind die Weinbergschnecken auch tagsüber unterwegs; sie sind übrigens geschützt und können viele Jahre alt werden. Deshalb ein kleiner Tipp: Wenn ihr eine Weinbergschnecke woanders hinsetzen möchtet, nicht einfach am Haus ziehen, sondern erst mal anklopfen - dann lässt die Schnecke los und man kann sie unverletzt anheben. Auch die Amphibien entwickeln sich bis jetzt gut ohne unsere Nachhilfe, und viele Bäume können sich von der Trockenheit der letzten Jahre etwas erholen.
Dafür ist es kein gutes Jahr für Jungstörche: Die beiden Jungen im neuen Nest in Bamlach haben nicht überlebt, wie viele andere in unserer Region. Und am Schlimmsten sind die durch den Starkregen verursachten Hochwasser der letzten Wochen; die Schäden sind groß. Wir hatten einfach Glück, dass wir knapp außerhalb des Dauerregengebiets lagen und weniger Regen abbekommen hatten.
Der Frühling ist für uns immer eine sehr aktive Zeit: Ende Februar wurden wieder unsere Obstbäume gemeinsam mit den Fachgärtnern vom Goetheanum geschnitten; zudem wurden viele Steinkauzröhren neu platziert und für die Mauersegler ein Ersatzquartier in der Nähe der abgebrannten WG geschaffen. Ein kleines Highlight war Ende April die Eröffnung des Insektenpfads im Kurpark Bad Bellingen, welcher vor allem durch uns gestaltet worden ist. Mehr zu den einzelnen Aktivitäten weiter unten.
Im April hielten wir auch unsere jährliche Mitgliederversammlung ab: Wie im vergangenen Jahr konnten wir im Anschluss an den formalen Teil einen spannenden Vortrag organisieren, dieses Mal zum Thema Wildkatzen. Das machte die Versammlung für alle interessanter - wir sollten das beibehalten, auch wenn es mehr Arbeit bedeutet.
Momentan beschäftige ich mich mit den sehr umfangreichen Unterlagen zur Teilfortschreibung Windenergie und Freiflächenphotovoltaik des Regionalplans. Das Feedback der einzelnen Naturschutzorganisationen wird vom Landesnaturschutzverband gesammelt und in einer Stellungnahme konsolidiert. Es ist ein sehr wichtiges Thema, aber es ist schwierig für eine kleine Ortsgruppe wie wir, hier qualifizierten Input zu liefern. Was wir ggf. tun können: die vorgeschlagenen Vorzugsgebiete genauer anschauen (evtl. sogar mal vor Ort gehen bzw. lokale Kenner anfragen) und mitteilen, wenn es dort windkraftsensible Tierarten, wertvolle Biotope oder sehr bedrohte Tierarten gibt.
In den kommende Tagen und Wochen gibt es wieder ein paar besondere Veranstaltungen - ich freue mich schon darauf, viele von euch dort zu treffen!
Martina Schwinger