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Newsletter (Infobrief) vom 7. Oktober 2024

Liebe Aktive, Freundinnen und Freunde des BUND Ortsverbands,

So viele Äpfel wie dieses Jahr hatten wir schon lange nicht mehr; diejenigen Aktiven, die schon viele Jahre dabei sind, meinen, dass einige Bäume so voll hingen wie noch nie. Wir denken, dass das feuchte Jahr 2024 den Bäume gut getan hat. Auch wenn wir uns persönlich ab und zu mehr Sonnenschein  gewünscht hätten – wenigstens bei uns konnte die Natur aufatmen.

Sehr erfreulich war auch die Entwicklung der Amphibien in den vertieften Gräben auf dem Weg zum Mannebrünnle: Viele Kaulquappen der Wasserfrösche konnten sich zu Fröschlein entwickeln; zudem fanden auch die (lebendgebärenden) Feuersalamander diese neuen Gewässer attraktiv und legten ihre Jungen darin ab. So befanden sich im Spätsommer nur noch wenige Kaulquappen im Gewässer, dafür viele Feuersalamanderlarven. Wenn ihr mehr wissen wollt, schaut einmal hier.

In den vergangenen Monaten war bei uns einiges los mit Veranstaltungen, Exkursionen, unserem „Sommerfest“ und Mäharbeiten. Besonders erwähnen möchte ich die Veranstaltung für Familien auf unserer Streuobstwiese im Franderfeld, die von uns organisierte, sehr informative Waldbegehung mit den Revierförstern und die entspannte und trotzdem spannende „Krautschau“. Mehr dazu weiter unten.
 
Momentan läuft bei uns wieder eine Wildstrauch-Verschenkaktion gemeinsam mit der BUND-Gruppe Kandertal, bei der jeder Haushalt bis zu 3 Sträucher geschenkt bekommt. Nach der erfolgreichen Aktion in 2022 hatten wir ohnehin vor, die Aktion dieses Jahr zu wiederholen. Durch die Neugründung des ILE Markgräflerland  - eine gemeinsame Initiative der Gemeinden Bad Bellingen, Kandern und Schliengen -  gab es die Möglichkeit, die Wildstrauch-Aktion als ILE-Projekt einzureichen. Es wurde genehmigt, so dass ein Großteil der Kosten vom ILE-Budget übernommen werden.  Also, wenn jemand von euch auch noch Wildsträucher braucht, ihr könnte diese bis zum 13.10. bestellen. Mehr Info und ein Online-Bestellformular sind auf unserer Website.

Jetzt bereiten wir uns auf unseren Stand beim Markt für Landwirtschaftliche Produkte am kommenden Wochenende in Schliengen vor, es gibt wieder frisch gepressten Apfelsaft und wer möchte, kann sich dort auch über die Wildsträucher beraten lassen und diese dann ganz traditionell „analog“ auf Papier bestellen.

Sicher werde ich dort die eine oder den anderen von euch treffen. Bis dann!

Martina Schwinger

 
Die nächsten Termine

Markt für Landwirtschaftliche Produkte am 12. Oktober (ab Mittag) und am 13. Oktober auf dem Gelände der WG Schliengen. Dort haben wir einen Stand.

Nächstes BUND-Treffen ist am Donnerstag den 17. Oktober von 19:15 bis 21:15 h in Obereggenen im Landhotel Graf. 

Genauere Informationen (auch zukünftige BUND-Treffen, kurzfristige Termine oder Änderungen) findet Ihr auf unserer Website unter Termine.

Familientag auf der Streuobstwiese

Zum Tag der Artenvielfalt am 16. Juni lud der BUND Ortsverband Familien mit Kindern und Interessierte auf seine Streuobstwiese in der Nähe des Bahnhofs Schliengen ein: Wir gestalteten einen Rundweg über die Streuobstwiese mit Informationen, und im Schatten der beiden Nussbäume gab es viele Mitmachaktivitäten zum Thema Natur und Artenvielfalt auf der Streuobstwiese, wie z.B. Blumen und Kräuter finden, Bäume und Vögel kennenlernen oder Insekten entdecken. 

Es kamen (leider) nur wenige Familien, diese hatten aber großen Spaß an den Aktivitäten und blieben teilweise den ganzen Nachmittag da. Wir möchten diese Aktion im nächsten Jahr wiederholen, dann aber möglichst direkt mit den Schulen zusammenarbeiten.

Krautschau in Schliengen

Zehn BUND Aktive trafen sich am Mittwoch, dem  26. Juni abends beim Bürgerhaus in Schliengen um auf "Krautschau" zu gehen: Wir wollten herausfinden, was da eigentlich zwischen den Pflasterfugen wächst, diese Pflanzen bestimmen und mit Kreide beschriften. So sollen auch Passantinnen und Passanten auf das oft unscheinbare, aber wichtige Grün aufmerksam gemacht werden.

Im Schneckentempo bewegte sich die Gruppe zwei Stunden lang auf dem Parkplatz vor dem Bürgerhaus, dann ein Stück entlang des Hohlebachs und zurück zum Bürgerhaus. Es war spannend, wie viele verschiedene Pflanzen wir entdecken konnten. Wir hatten zusammen Spaß an der Krautschau und werden diese im kommenden Jahr an einem anderen Ort wiederholen. Vielleicht haben dann einige von euch Lust mitzugehen?

Mehr Bilder der Aktion findet ihr hier

Waldführung im Hertinger Wald

Am 11. Juli fand eine Waldführung mit den zuständigen Revierförstern Bernhard Schirmer (Forstbezirksleiter) und Heike Wiegand  statt – organisiert vom BUND Bad Bellingen/Schliengen. Insgesamt 26 WaldfreundInnen lernten an diesem Abend viel über „ihren“ Wald und dessen drängende Themen. Die Dürre der vergangenen Jahre hat den Bäumen stark zugesetzt und auch die regenreichen Sommer können die Schäden nicht ausgleichen. Doch was tun? Was macht Hoffnung? Die Zusammenfassung von Herrn Schirmer auf einen Satz reduziert heißt: „Die Artenvielfalt fördern und die Mischung stärken!“ 

Das beste Beispiel hierzu war ein Waldstück am Oberen Gauchmattweg: Vor sieben Jahren war hier ein Stück Wald erst gerodet und dann neu angelegt worden. Gepflanzt wurden Traubeneichen und Hainbuchen. Die gesamte Fläche wurde eingezäunt, so dass die Bäumchen unbehelligt vom Wild wachsen konnten. Davon profitierten auch andere Baumarten, die sich dazwischen von selbst angesiedelt hatten und dann bei der Pflege intergriert wurden: Jetzt stehen hier 13  Laub- und Nadelbaumarten - so gut entwickelt und stark, dass dieses Experiment auf der danebenliegenden Fläche wiederholt wird.

Was ich persönlich auch noch mitgenommen habe: Damit lichtliebende Baumarten wie die Eichen überhaupt wachsen können, muss tatsächlich erst einmal eine größere Fläche gerodet werden, auch wenn das zunächst etwas kahl aussieht.

Übrigens: Wenn Sie diesen Newsletter nicht mehr bekommen möchten oder eine neue E-Mail-Adresse haben, schicken Sie am besten eine E-Mail an info@bund-schliengen.de