Wieder starke Nachfrage nach Wildsträuchern

Ursprünglich wollten wir nur alle 2 Jahre Wildsträucher verschenken, aber wegen der starken Nachfrage vor einem Jahr und Rückmeldungen von Personen, die damals die Aktion versäumt hatten, hatten wir beschlossen, schon dieses Jahr kurzfristig wieder eine solche Aktion zu wiederholen. 
Wie bei den vorhergehenden Aktionen durften Haushalte aus Bad Bellingen, Schliengen und Umgebung bis zu 3 Wildsträucher geschenkt bekommen, wer mehr wollte, die weiteren zum Selbstkostenpreis. Dazu waren auf unserer Website die Portraits von 18 Arten und ein Online-Bestellformular vorhanden, außerdem gab es die Möglichkeit, sich beim BUND Stand auf dem MaLaPro beraten zu lassen und Sträucher „analog“ zu bestellen. 
Insgesamt wünschten über 160 Haushalte Wildsträucher, rund 570 Sträucher wurden dann bei der Baumschule Kessler bestellt und am 20.11. an die Kurparkgärtnerei Bad Bellingen ausgeliefert. Dort sortierten 13 Helferinnen und Helfer die Sträucher und verpackten die einzelnen Kommissionen für die Verteilung. Die meisten Päckchen konnten dann am Samstag Vormittag (bei eisiger Kälte) vor der WG in Schliengen abgeholt werden.
Ein herzliches Dankeschön an die Firma Mayka für eine großzügigen Spende für das Projekt und an die Gärtnerinnen der Kurparkgärtnerei, die uns ihren Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt haben.

Apfelernte 2025

Nachdem die meisten unserer Apfelbäume letztes Jahr brechend voll waren, rechneten wir dieses Jahr mit einer eher bescheidenen Ernte. Die erste Lese im September ergab dann auch nur rund 1500 kg Äpfel, bei der 2. Lese am 16. Und 17. Oktober kamen dann aber doch nochmals fast dieselbe Menge zusammen, so dass wir jetzt wieder gut mit Apfelsaft versorgt sind.

Der Ablauf der Apfellese ist jedes Jahr gleich: Erst werden die schon am Boden liegenden Äpfel verlesen (bei höherem Gras sehr mühsam), dann werden die Planen ausgelegt und die Äste mit einer Stange geschüttelt - eine schwere Arbeit! Nun lassen sich die Äpfel leicht zusammenklauben, da unter der Plane immer noch die schlechten Äpfel liegen, ist das nicht so bequem, wie es aussieht.

Wie man an den Bildern deutlich sieht: Die Apfellese ist jedes Mal eine Herausforderung für Rücken und Knie …

Wieder beim MaLaPro

Auch dieses Jahr hatten wir wieder einen Stand beim MaLaPro, der am 11. Und 12. Oktober stattfand. Kernstück unseres Standes war wie immer das Pressen von frischem Apfelsaft, eine Attraktion vor allem für Kinder, die gerne mithalfen. Natürlich konnten wir auch unseren abgefüllten, pasteurisierten Apfelsaft von unseren Streuobstwiesen verkaufen, er schmeckt deutlich aufregender als der Supermarkt-Saft. Wie im letzten Jahr hatte wir wieder eine Ausstellung verschiedener Apfelsorten; zudem gab es die Möglichkeit, sich im Rahmen unserer aktuellen Wildstrauch-Verschenkaktion beraten zu lassen und welche zu bestellen.

An einem separaten Tisch machte Walter Erhardt auf den climate-fresk Workshop aufmerksam, den er selbst auch als Moderator anbietet. Dabei werden die Zusammenhänge der Faktoren beim Klimawandel in einer kleinen Gruppe interaktiv mit Hilfe eines Puzzles erarbeitet. Mit einigen Besucherinnen und Besuchern ergaben sich interessante und konstruktive Gespräche.

Wir alle waren mit dem Ergebnis unserer Teilnahme zufrieden.

Exkursion ins Galgenloch

An Himmelfahrt trafen wir uns vormittags zu einer Exkursion ins Naturschutzgebiet Galgenloch. Es ist bekannt für seine Vielfalt an Orchideen, tatsächlich sind dort aber auch besondere und seltene Acker-"Unkräuter" zu finden. Und schön ist es dort auch mit den blühenden Klatschmohnflächen und den Himmelblauen Bläulingen, die dort wegen des Hufeisenklees vorkommen. 

Besuch der 1a der Sonnenrainschule auf unserer Streuobstwiese

Am 27. Mai machte die Klasse 1a der Sonnenrainschule einen Ausflug zu unserer Streuobstwiese neben dem Bahnhof in Schliengen, begleitet von 3 Lehrerinnen. Sie kamen mit dem Zug von Rheinweiler. Die Aktiven vom Ortsverband hatten einiges vorbereitet: Eine Wiesensafari entlang eines gemähten Wegs in der Wiese mit verschiedenen bebilderten Stationen, die die Kinder suchen mussten und wo ihnen verschiedene Tiere und Pflanzen der Streuobstwiese vorgestellt wurden. Oder eine Eierschachtel für jedes Kind, die mit vorgegebenen Fundstücken bestückt werden musste. Es gab eine Nistkastenausstellung, und als besonderes Highlight konnten die Kinder im Schuppen geschützt hinter den Fensterscheiben die Feldwespen an ihren Nestern beobachten. Wer noch wollte, durfte dann mit einem Stöckchen kleine Insekten und Spinnen von den Gräsern klopfen oder einfach auf der Wiese herumspringen. 

Nach 3 Stunden marschierten die Kinder müde, aber erfüllt zum Bahnhof, um wieder heim zu fahren. Wir werden solche Veranstaltungen sicher wiederholen.

Wiesensafari auf der Streuobstwiese zum Tag der Artenvielfalt

Zum Tag der Artenvielfalt boten wir für Familien einen Erlebnisnachmittag auf der Streuobstwiese an. Obwohl wir diese Veranstaltung dieses Jahr sehr gut beworben hatten, sogar an Schulen und über Facebook, und über die Website des LNV zum Tag der Artenvielfalt, kamen nur 2 Familien, eine davon von einem der Aktiven. Sicher spielte das unsichere Wetter eine Rolle, obwohl es nachmittags sehr angenehm und trocken blieb. So waren wir etwas enttäuscht, da wir uns mit der Vorbereitung viele Gedanken und viel Arbeit gemacht hatten. 

Dennoch hat sich die Arbeit gelohnt, da zwei Tage später die Erstklässler der Sonnenrainschule auf unsere Streuobstwiese kommen sollten (s.o.). Und die beiden Familien, die gekommen waren, hatten Freude.

Blütenspaziergang im Eggener Tal

Am 6. April zeigte uns Walter Lacher seine Heimat bei einem schönen Spaziergang im Eggener Tal. Ein ganz informeller Anlass: Wer von uns Zeit und Lust hatte, kam einfach. Bei herrlichem Wetter und Baumblüte waren wir nicht die einzigen Spaziergänger. Zu dieser Zeit ist das Eggener Tal immer noch ein Schmuckstück, trotz der zahlreichen Intensivanlagen. Und weil es so schön war, gibt es auch viele Fotos :-)

Nach dem Baumschnitt: Schnittgut zusammenlesen und Misteln reduzieren

Nachdem Anfang März die Obstbäume unserer Streuobstwiesen durch die Fachgärtner geschnitten worden waren, mussten noch in mehreren Einsätzen das umfangreiche Schnittgut für die Abfuhr zusammengetragen und aufgebeigt werden. Ein extra Einsatz galt dann der Entfernung von Misteln: Diese schönen Halbschmarotzer haben in den letzten Jahren zugenommen und müssen klein gehalten werden, damit die befallenen Apfelbäume nicht zu früh absterben.

Schnitt der Kopfweiden

Wie jedes Jahr mussten Ende Januar die Kopfweiden geschnitten werden. Der jährliche Schnitt ist wichtig, damit die Weiden den typischen "Kopf" entwickeln, der vielen Kleintieren und Pilzen einen Lebensraum bietet.

Die größte Aktion mit über 30 Helfern war am 25.1. wieder der traditionelle Kopfweidenschnitt am Riedbach in Mauchen, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen von der Flechtwerkstatt der Christophorus Gemeinschaft. Dabei wurden auch zahlreiche, zum Teil junge Kopfweiden in der näheren Umgebung geschnitten. Außerdem gab es einige Kopfweiden in Obereggenen zu schneiden. Wegen des feuchten Wetters in 2024 waren viele Triebe sehr kräftig und konnten nur mit der Säge abgetrennt werden - anstrengend!

Weidenschneiden - ein Erlebnis für Kinder

Am Freitag, den 24. Januar 2025 lud der BUND Bad Bellingen/Schliengen  (Groß-)Eltern mit Kindern ab 6 Jahren zum Weidenschneiden am Mühlengraben in Schliengen ein. Bei schönem Wetter kamen 4 Großeltern mit Kindern. Nach dem Schnitt wurden die Weidenruten zurecht geschnitzt und Stockbrot über dem offenen Feuer gebacken. Alt und Jung hatten sichtlich Spaß!